Go East – Das Europäische Jugendtreffen in Posen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Schmidt   
Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 19:09 Uhr

 

Zum Europäischen Jugendtreffen der Communauté Taizé fahren? Natürlich! Aber warum es dieses Mal nicht mit einer Gruppefahrt versuchen? Meine bisherigen Teilnahmen in Genf und Zagreb hatte ich als Freiwilliger erlebt. Und so kam die Idee auf, eine Fahrt anzubieten. Am Ende kamen 15 Pilger aus dem ganzen Bistum Essen und darüber hinaus zusammen, die sich auf die Reise gen Osten nach Posen in Polen machten.
 
 

Zug

Die Anreise bestritten wir mit dem Zug. Die Hinfahrt gestaltete sich auch sehr komfortabel, denn wir fuhren mit dem Eurocity, welcher zwischen Amsterdam und Warschau verkehrt. Somit konnten wir am späten Abend des 28. Dezember in Dortmund einsteigen und am nächsten Morgen ausgeruht in Posen in das Treffen starten.

Ankunft und Gastgeber

Der sogenannte „Welcome“ war, ganz Taizé-typisch, leicht chaotisch. Dennoch wurden wir zügig auf die Gemeinden verteilt. Leider mussten wir in drei Gruppen aufspalten, wobei ein Teil in einer weiter entfernten Gemeinde für musikalische Unterstützung sorgte und eine andere sich als Helfer meldete. Dieses Grüppchen, zu dem auch ich gehörte, wurde mit der durchaus wichtigen Aufgabe betreut, während des Abendessens den Müll der anderen Jugendlichen einzusammeln.
Nach einer kleinen Fahrt mit der Tram kamen wir in der Gastgemeinde an. Der Empfang war herzlich. Viele Gastgeber waren vormittags noch arbeiten, so dass wir noch ein wenig im Gemeindezentrum warten mussten. Die Wartezeit wurde allerdings mit allerlei polnischen Köstlichkeiten verkürzt. Neben Würsten und leckeren Schmalzstullen galt es außerdem, Berge an gebackenen Süßwaren zu bewältigen.
Einmal bei den Gastgebern angelangt setzte sich die Gastfreundschaft der Polen fort. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und es fehlte an nichts außer an Sprachkenntnissen auf beiden Seiten. Doch die Verständigung klappte auch mit Händen und Füßen hervorragend. In Posen hatten sich so viele Menschen gemeldet, um Jugendliche aufzunehmen, dass am Ende einige Gastgeber leer ausgingen. Die Gastfreundschaft kannte einfache keine Grenzen, so dass Wörter wie „dziÄ™kujÄ™“ (Danke) oder „smaczny“ (lecker) zum Standardwortschatz wurden.

Treffen in den Messehallen

Das eigentliche Treffen der Bruderschaft glänzte wieder mit einem reichhaltigen Programm. Neben den Gebeten mittags und abends wurden an zwei Nachmittagen Workshops angeboten, welche eine große Bandbreite an Interessen abdeckten. Ob es nun um das Evangelium, den Weltfrieden oder die polnische Kultur ging, für jeden war etwas dabei. Auch die Messehallen waren wieder schön gestaltet.
Posen
Ich nahm an einem Nachmittag an einer Stadtführung teil, um etwas mehr über Posen und seine Geschichte zu erfahren. Posen hat eine wunderschöne Altstadt. Außerdem beheimatet Posen 7 Hochschulen, was sich in einer hohen Anteil der Studenten an der Gesamtbevölkerung bemerkbar macht.
Am Silvesterabend waren wir außerdem von Norbert, einem unserer Mitfahrer und Franziskaner, zu einer Vesper beim Orden der Franziskaner in der Altstadt eingeladen. Dort kam es, neben der Gelegenheit zu Essen, zu vielen interessanten Gesprächen.
 
Das Treffen in Posen war wieder ein gelungener Jahresabschluss und ich freue mich schon auf das diesjährige Treffen in Rotterdam!
 
 

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